Freitag, 25. Januar 2008
Maritime Lieblingsbücher
futschikato, 17:39h
Das war mal ein netter Abend: Montagnachmittag fragte mich Frau Pustekuchen, ob ich denn mit zu einer Lesung von Denis Scheck und seine maritimen Lieblingsbücher kommen wolle. Natürlich habe ich zugesagt und um 20 Uhr trafen wir uns und setzten uns auf den Teppichboden einer überfüllten Buchhandlung. Herr Scheck, bestens gelaunt, präsentierte dann Bücher von Homers Odysee bis zu den tollkühnen Abenteuern der Ducks auf hoher See (ausgewählt, eingeleitet und kommentiert von Frank Schätzing). Ein weiteres literarisches Highlight war auch das Vorlesen aus David Foster Wallaces Verarbeitung einer Kreuzfahrt "Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich".
Natürlich musste Herr Scheck auch einen Landgang vornehmen und dabei Bücher nicht empfehlen.
Gegensätzlich der allgemeinen Annahme, dass beim Lesen das Motto "Hauptsache Lesen" gelte, hob Herr Scheck einige Titel hervor, die er zu seinem Leitwesen als Literaturkritiker lesen "müsse" (Er erzählte, dass er sich zur Aufgabe macht immer die ersten 10 der Bestsellerlisten Sachbuch und Belleristik zu lesen).
Darunter:
Ein Buch mit dem Titel "Schlank" mit dem Kommentar eines beleibten Schecks: "Lesen Sie niemals solche Bücher. Und glauben Sie kein Wort."
Oliver Kahns Autobiografie (Kann man eigentlich von Auto-biografie sprechen, wenn es offensichtlich ist, dass Sportler Ghostwriter haben?).
"Dass ich mich von meiner Frau getrennt habe, lag nicht an ihrer Person."
Herbert Grönemeyers Bruder Dietrich, Der kleine Medicus
Eine "spannend" erzählte Geschichte. Die Hauptperson, der kleine Nanolino, fliegt in einem kleinen Flugzeug durch den gesamten menschlichen Körper und erkundet dabei alle Organe. Alle Organe? Nein, denn in nur die "unbeugsamen" Geschlechtsorgane werden nicht erklärt und auch nicht gezeigt. Noch nicht mal P-Organ oder V-Organ kommen vor und verwandeln das 2007 geschriebene Buch in ein prae-68er-wir-vermeiden-das-Thema-Sexualkunde-Werk. Scheinbar hat der Autor nicht seinen gesamten Leib und Seele in das Schaffen des Buches hineingesteckt.
Natürlich musste Herr Scheck auch einen Landgang vornehmen und dabei Bücher nicht empfehlen.
Gegensätzlich der allgemeinen Annahme, dass beim Lesen das Motto "Hauptsache Lesen" gelte, hob Herr Scheck einige Titel hervor, die er zu seinem Leitwesen als Literaturkritiker lesen "müsse" (Er erzählte, dass er sich zur Aufgabe macht immer die ersten 10 der Bestsellerlisten Sachbuch und Belleristik zu lesen).
Darunter:
Ein Buch mit dem Titel "Schlank" mit dem Kommentar eines beleibten Schecks: "Lesen Sie niemals solche Bücher. Und glauben Sie kein Wort."
Oliver Kahns Autobiografie (Kann man eigentlich von Auto-biografie sprechen, wenn es offensichtlich ist, dass Sportler Ghostwriter haben?).
"Dass ich mich von meiner Frau getrennt habe, lag nicht an ihrer Person."
Herbert Grönemeyers Bruder Dietrich, Der kleine Medicus
Eine "spannend" erzählte Geschichte. Die Hauptperson, der kleine Nanolino, fliegt in einem kleinen Flugzeug durch den gesamten menschlichen Körper und erkundet dabei alle Organe. Alle Organe? Nein, denn in nur die "unbeugsamen" Geschlechtsorgane werden nicht erklärt und auch nicht gezeigt. Noch nicht mal P-Organ oder V-Organ kommen vor und verwandeln das 2007 geschriebene Buch in ein prae-68er-wir-vermeiden-das-Thema-Sexualkunde-Werk. Scheinbar hat der Autor nicht seinen gesamten Leib und Seele in das Schaffen des Buches hineingesteckt.
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02 can't do
futschikato, 17:12h
Da habe ich mich endlich durchgerungen einen 2-Jahresvertrag! bei o2-online.de abzuschließen und dann kommt diese blöde Simkarte nicht. Argh.
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Sonntag, 20. Januar 2008
non existent
futschikato, 22:33h
Und plötzlich bin ich weg. futsch. futschikato. Mein erster Personalausweis, den ich mit 15 bekam, ist abgelaufen. Der erste richtige Ausweis.
Ich erinnere mich noch genau an die Aufruhr unter meinen Gleichaltrigen damals. Wer einen Personalausweis hatte galt als "kool". Denn auch wenn man noch kurze Zeit 15 war (den ersten Personalausweis bekommt man ab 16, doch wird er meistens kurz vor dem 16. Geburtstag beantragt), konnte man sich schon richtig ausweisen, wie die "koolen" älteren Schüler und man kam leichter in die Discos (damals nannten wir das noch Disco, heute sagt man dazu "Club"). Da machte man sich drei Stunden, von 19 Uhr bis 21 Uhr, mit seinen Freundinnen "fertig", benutzte noch 8x4 Deospray und klatschte sich zu viel von billigem Make-up aus "dm" und zu viel billiges Parfüm (fast alle Mädchen hatten die obligatorischen Düfte von TommyGirl, Jil Sander's Sun, Puma oder Bruno Banani) auf Gesicht und Dekolleté. (Ich hingegen mochte lange Zeit Laura Biagotti und fühlte mich ziemlich individuell.) Aber mehr war schließlich mehr und unter Gekreische und leichtem Angeheitertsein nach höchsten drei Flaschen Mixery oder Smirrnoff Ice (damals waren die guten alten Alko-Pops noch ab 16 zu haben), stakste man dann Richtung Disco in Hoffnung, dass die Türsteher blöd genug waren, die Geburtstage nicht richtig zu lesen und dass die Tatsache einen "Perso" zu haben schon reichte um hineingelassen zu werden. Insgeheim dachte man vielleicht auch, dass man so umwerfend aussah, dass die Türsteher einen einfach hineinlassen mussten.
Wie dem auch sei, mein erster Personalausweis hat mich fünf Jahre begleitet. Ich habe ihn in der ganzen Zeit nicht verloren, obwohl ich das mal hätte besser machen sollen, bei dem Foto. Ich war damit in vielen Ländern und sogar die mexikanischen Türsteher ließen mich als 16-jährige in die Clubs, wo es teilweise auch gefährlich war.
Jetzt muss ich mir ein neues Foto machen lassen, eins von diesen biometrischen, wo man nicht lachen darf. Das gilt dann zehn Jahre. Puh, in zehn Jahren bin ich dann bei der magischen Geburtstagszahl angelangt und habe vielleicht sogar einen neuen Nachnamen oder eine weitere Staatsangehörigkeit. Wer weiß.
Bis ich mich aber aufraffe dieses blöde Foto zu machen und mich vorher auch noch umzumelden in meinem neuen Lebensraum bin ich erst einmal nicht existierend. Das ist teilweise etwas hinderlich, denn wenn man irgendwas über das Internet machen/ kaufen/ buchen/ mieten will, finden diese blöden elektronischen Maschinen über meine Angabe der Ausweisnummer heraus, dass der abgelaufen ist und hindern Deine Absicht. Man ist wohl futschikato mit all seinen Konsequenzen. Rebellion.
Ich erinnere mich noch genau an die Aufruhr unter meinen Gleichaltrigen damals. Wer einen Personalausweis hatte galt als "kool". Denn auch wenn man noch kurze Zeit 15 war (den ersten Personalausweis bekommt man ab 16, doch wird er meistens kurz vor dem 16. Geburtstag beantragt), konnte man sich schon richtig ausweisen, wie die "koolen" älteren Schüler und man kam leichter in die Discos (damals nannten wir das noch Disco, heute sagt man dazu "Club"). Da machte man sich drei Stunden, von 19 Uhr bis 21 Uhr, mit seinen Freundinnen "fertig", benutzte noch 8x4 Deospray und klatschte sich zu viel von billigem Make-up aus "dm" und zu viel billiges Parfüm (fast alle Mädchen hatten die obligatorischen Düfte von TommyGirl, Jil Sander's Sun, Puma oder Bruno Banani) auf Gesicht und Dekolleté. (Ich hingegen mochte lange Zeit Laura Biagotti und fühlte mich ziemlich individuell.) Aber mehr war schließlich mehr und unter Gekreische und leichtem Angeheitertsein nach höchsten drei Flaschen Mixery oder Smirrnoff Ice (damals waren die guten alten Alko-Pops noch ab 16 zu haben), stakste man dann Richtung Disco in Hoffnung, dass die Türsteher blöd genug waren, die Geburtstage nicht richtig zu lesen und dass die Tatsache einen "Perso" zu haben schon reichte um hineingelassen zu werden. Insgeheim dachte man vielleicht auch, dass man so umwerfend aussah, dass die Türsteher einen einfach hineinlassen mussten.
Wie dem auch sei, mein erster Personalausweis hat mich fünf Jahre begleitet. Ich habe ihn in der ganzen Zeit nicht verloren, obwohl ich das mal hätte besser machen sollen, bei dem Foto. Ich war damit in vielen Ländern und sogar die mexikanischen Türsteher ließen mich als 16-jährige in die Clubs, wo es teilweise auch gefährlich war.
Jetzt muss ich mir ein neues Foto machen lassen, eins von diesen biometrischen, wo man nicht lachen darf. Das gilt dann zehn Jahre. Puh, in zehn Jahren bin ich dann bei der magischen Geburtstagszahl angelangt und habe vielleicht sogar einen neuen Nachnamen oder eine weitere Staatsangehörigkeit. Wer weiß.
Bis ich mich aber aufraffe dieses blöde Foto zu machen und mich vorher auch noch umzumelden in meinem neuen Lebensraum bin ich erst einmal nicht existierend. Das ist teilweise etwas hinderlich, denn wenn man irgendwas über das Internet machen/ kaufen/ buchen/ mieten will, finden diese blöden elektronischen Maschinen über meine Angabe der Ausweisnummer heraus, dass der abgelaufen ist und hindern Deine Absicht. Man ist wohl futschikato mit all seinen Konsequenzen. Rebellion.
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